Bad Wimpfen am Neckar erleben!

Hotel Neckarblick in Bad Wimpfen

Eine Stadt aus längst vergangenen Zeiten. Historisch, verträumt und doch lebendig – Bad Wimpfen am Neckar zieht Gäste aller Regionen in seinen Bann. In wohl wenigen Städten ist das Mittelalter so spürbar wie hier. Sie besticht durch ihre mittelalterliche Altstadt, ihre Offenheit und ihre attraktive Lage.

Die lieblichen Täler von Neckar, Jagst und Kocher, die Burgenstraße von Mannheim nach Nürnberg, die Deutsche Fachwerkstraße von Mosbach bis Meersburg, die Württemberger Weinstraße von Weikersheim nach Metzingen wollen entdeckt und bestaunt werden. Der Neckarsteig von Bad Wimpfen nach Heidelberg, ein Wandersteig der die Region in Ruhe und doch aktiv erleben lässt.

Bad Wimpfen vom Hotel Neckarblick aus entdecken

Wir machen uns auf, für eine kleine Besichtigung der mittelalterlichen Altstadt. Bequem erreichen wir diese in weniger als 7, 8 Gehminuten und tauchen ein in ein Kleinod – für ausländische Gäste wohl der Inbegriff einer deutschen Stadt – Enge, verwinkelte Gassen, zum Teil steile Stiegen die diese miteinander verbinden, herausgeputzte Fachwerkhäuser aus denen die Bewohner noch mit dem Nachbarn einen Plausch halten. Kleine beschauliche Plätze, die vielen verzierten Brunnen, die Gärten geben das Gefühl das Mittelalter zu erleben. Man fühlt es. Die großteils erhaltene und einsehbare Stadtmauer zeigt ihre Macht und lässt einem erahnen, dass hier etwas Wertvolles geschützt werden muss. Inmitten derer, der erhabene Blaue Turm, der heute von der einzigen deutschen Türmerin Blanca Knodel bewohnt wird. Die Turmbesteigung ist ein kleines Erlebnis, zum einen wegen des Aufstieges über 167 Stufen und zum anderen der danach unübertreffliche Ausblick auf das Hohenloher Land im Osten, im Norden versinken die Windungen des Neckars in den Ausläufern des Odenwaldes, der Kraichgau mit seinen unendlichen Hügeln im Westen, die Löwensteiner Berge mit seinem davor liegenden Heilbronner Land, die Jagst, die hier Ihren Weg in den Neckar findet schließen den Kreis im Süden. Direkt unter uns, die in der Sonne lachenden, roten Dächer der Altstadt. Von hier oben könnte man nicht meinen, dass da zwischen noch Gassen und Straßen sein sollen, so eng ist alles nebeneinander. Blanca hat ein wenig Zeit und erklärt uns von hier oben das eine und andere Gebäude.

Wir verlassen auf dem langen Abstieg den Turm, nebenan das wuchtige Steinhaus, dem größten romanischen Wohnbau Deutschlands, die Kemenate der größten Stauferpfalz nördlich der Alpen, die Unterkunft der Königin.

Der Blick in eine kleine Seitengasse lässt das prunkvolle Bürgermeister Elsässer Haus mit seinem markanten Erker ehrvoll erscheinen. Die Pfalzkapelle, die über den Arkadengang an der Stadtmauer entlang mit dem Steinhaus verbunden ist. Der Prunk der Arkaden lässt einem vermuten in welcher Ehre und Stolz die kaiserliche Familie hier residierte. Der Rote Turm nicht viel weniger wuchtig wie der Blaue Turm, jedoch Heute ohne die schöne Bedachung, sie wurde durch mehrfache Brände vernichtet. Davor ein kleiner offener Platz, der in die Runde den Blick auf das Nürnberger Türmchen und große Teile der Stadtmauer öffnet. Von hier auch ein herrlicher Blick auf die Talstadt von Wimpfen. Die Ursprünge der Stadt gehen auf die Kelten und Römer zurück, die hier mit einem Kastell den Limes sicherten. Die Wehrmauer des römischen Kastells ist für die noch weitgehend erhaltene mittelalterliche Ummauerung der Talstadt und den Ortsplan maßgebend geblieben. Etwa im Mittelpunkt des römischen Kastells steht heute die Ritterstiftskirche St. Peter, die bei einer Führung auf besondere Weise entdeckt werden kann. Der Neckar, ein Personenschiff fährt abwärts Richtung Gundelsheim das im Hintergrund gut durch sein Schloss Horneck auszumachen ist. Zwei Neckarschleifen weiter erkennt man noch Burg Hornberg, dem Altersruhesitz des Götz von Berlichingen. Doch von dieser Geschichte an anderer Stelle mehr.

Gleich daneben ein unscheinbarer Bau, er ist heute das Stadtarchiv von Bad Wimpfen. 1837 hatte der hessische Großherzog Ludwig II. das Gefängnis errichten lassen, 1945 lösten es die amerikanischen Besatzer auf. Sieben Jahre später endete auch der Status Bad Wimpfens als Exklave Hessens, dessen südlichster Grenzstreifen 40 Kilometer nördlich von hier liegt. 1952 fiel die Stadt, durch Volksentscheid an Württemberg.

Wir schlendern weiter und erreichen das Schwibbogentor. Eine steile Stiege führt zurück zum Palas. Der einstige Zauber der von dieser Treppe ausging, ist durch die Erneuerung der Stufen und des Geländers verloren gegangen. Geradeaus fällt der Blick in eine Blumengeschmückte Gasse, die Morgensonne hüllt diese Ecke in ein verwunschenes Licht, rechts wunderschöne kleine Gärten, die von massiven Mauern geschützt werden und der Zugang mit einem schweren schmiedeisernen Tor geschmückt wird. Eine Frau gießt mit Liebe und Hingabe die jetzt in voller Pracht blühenden Stauden.

Durch das Schwibbogentor erreichen wir die Hauptstrasse, noch prunkvollere Fachwerkhäuser wie im Burgviertel erwarten uns und sie lassen uns mit Ihrem besonderen Fachwerk innehalten. Welche Arbeit, welcher Aufwand sind die Gedanken. Die Baukunst zieht uns in ihren Bann. Kleine Geschäfte, Restaurants und Cafes säumen diese Straße die sich quer durch den Altstadtkern zieht. Fast jede Wirtschaft hat eine kleine Terrasse hergerichtet und bei jeder Möglichkeit einzukehren fällt es uns schwer unseren Rundgang fortzusetzen. Gerne würden wir uns niederlassen. Richtung Talstadt öffnet sich das große Stadttor, entgegengesetzt erreichen wir einen kleinen Platz, der schöne Brunnen in der Mitte ist mit unzähligen Blumen geschmückt, eine Gasse rechts führt steil nach oben zum Marktplatz.

Links vor uns das Alte Spital von Wimpfen. In diesem befindet sich heute das Reichsstädtische Museum, im Erdgeschoss befindet sich das Kulturamt, wir treten ein und werden freundlich empfangen. Uns erstaunt in welchem Umfang hier ein kulturelles Programm angeboten wird, für ein kleines Städtchen wie Bad Wimpfen beachtlich, finden wir.

Weiter führt der Weg die Hauptstrasse leicht bergan, aus einem kleinen Fenster wird Eis in knusprigen Waffeltüten angeboten. Wir können nicht widerstehen. Beim Adlerbrunnen bleiben wir stehen und bewundern immer wieder die herrlichen Fachwerkbauten die sich hier um den kleinen Platz säumen.

Die Salzgasse führt uns zurück zum Marktplatz. Auch dieser Platz ist in der Mitte wieder mit einem Brunnen geschmückt, das Rathaus, der imposante Bau besticht mit seiner Form. Hier ist die hessische Vergangenheit augenscheinlich, leuchten an dem klassizistischen Bau von 1839 doch der hessische Löwe und ein Schriftzug: „Hessen 1803–1952“. Doch auch andere Epochen sind auf den Säulen zwischen den Bogenfenstern dokumentiert.

Eine kurze Treppe führt uns zur evangelischen Stadtkirche, in Richtung des Hauptportals kommen wir an der Kreuzigungsgruppe des Mainzer Meisters Backofen vorbei. Gegenüber der Wormser Hof und die Zehntscheune, es war der Sitz des Vertreters des Bischofs von Mainz der in Wimpfen die Zinsen, den Zehnten und mancherlei Gefälle einzutreiben hatte, die ihm von seiner einstigen Herrschaft noch geblieben war. Heutzutage wird das ganze Prozedere über das Finanzamt in Heilbronn abgewickelt.

Das grobe Kopfsteinpflaster hat jetzt nach 2 Stunden auch seine Spuren hinterlassen und wir spüren unsere Füße. Vieles ist noch unbesucht und wir haben uns eine zweite Runde durch das traumhafte Städtchen vorgenommen. Die vielen kleinen Gassen, die auch noch einiges an Geschichte erwarten lassen; wurde uns versprochen. Aber für heute haben wir so viele Eindrücke erhalten und freuen uns auf dem Heimweg schon auf den nächsten Rundgang. Wir haben uns auch noch eine Nachtwächterführung vorgenommen, die Stadt soll in der nächtlichen Beleuchtung einen besonderen Charme vermitteln.

Wir vertreten die Meinung, dass Bad Wimpfen ein Geheimtipp für einen erholsamen Urlaub in romantischem Ambiente ist, zumal wir das kleine Städtchen zuvor kaum kannten.

Ebenfalls stellen wir uns gerade vor, wenn in diesem Ambiente die angekündigten Veranstaltungen wie das „Reichsstadtfest“, der „Zunftmarkt“, „Montmartre“, die Veranstaltung „Brunnen und Gärten“ oder die „Kunstnacht“ stattfinden, in welchem Glanz das kleine Städtchen wohl erscheinen wird. Der „Altdeutsche Weihnachtsmarkt“ an den ersten drei Adventswochenenden muss davon wohl das Höchste sein.